Dein Alltag ist
ihre Kindheit

Beobachtest du auch, dass Kinder immer häufiger und länger vor dem Bildschirm sitzen? Damit bist du nicht allein. Sei es Laptop, Tablet, Smartphone oder TV: Mehrere Studien belegen, dass Kinder zu viel Zeit an Tablet und co. verbringen. Der Ausbruch von Corona und dem damit einhergehenden Unterricht zu Hause erhöht die Bildschirmzeit zusätzlich. Auch Kinderärzte bestätigen, dass unser Nachwuchs zu viel und häufig ohne Beaufsichtigung an Bildschirmen sitzt. Wir erklären dir, welche Folgen sich daraus für dein Kind ergeben und wie du die Bildschirmzeit reduzierst.

Welche Risiken birgt eine zu hohe Bildschirmzeit bei Kindern?

Eine hohe Bildschirmzeit äußert sich in verschiedenen Bereichen des Lebens, die wir im Folgenden kurz erklären.

  • Störungen der Entwicklung: Hier ist hauptsächlich die Entwicklung der Sprache zu nennen. Laut einer Studie schnitten betroffene Kinder in sprachlichen Tests vor allem in Sachen Ausdruck und Benennung von Objekten schlechter ab. Daraus schlossen die Wissenschaftler, dass zu viel Bildschirmzeit die Entwicklung der Sprache hindert
  • Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren: Kinder, die zu oft und lange vor dem Bildschirm sitzen, weisen eine kurze Aufmerksamkeitsspanne auf. Dies tritt bereits ab zwei Stunden Bildschirmzeit auf
  • Schlafstörungen: Eine zu hohe Bildschirmzeit kann ein unregelmäßiges Schlafmuster zur Folge haben
  • Auffälligkeiten im Verhalten: Bei zu hoher Bildschirmzeit können Verhaltensänderungen wie eine gesteigerte Aggressivität und ein allgemein schlechteres psychisches Wohlbefinden auftreten

Welche Rolle spielst du dabei als erwachsene Person?

Das sind erst einmal keine guten Nachrichten. Die gute Nachricht jedoch ist, dass du als Elternteil Einfluss auf die Bildschirmzeit nehmen und somit zu einer altersgerechten Entwicklung deiner Kinder beitragen kannst. Zum einen solltest du dir bewusst werden, dass deine Kinder dich als direktes Vorbild sehen. Sieht dein Kind dich häufiger auf dein Smartphone starren, schaut es sich dein Verhalten ab. Hinterfrage dein eigenes Medienverhalten und vielleicht kannst du schon durch kleine Änderungen etwas Großes bewirken. Zum anderen kannst du deinen Kindern Alternativen zur Mediennutzung bieten. Dabei sollte eine kindgerechte Freizeitgestaltung im Mittelpunkt stehen. Entscheide hier, was für dich umsetzbar ist, denn viele Eltern sind berufstätig und können ihre Kinder nicht ständig beschäftigen. Ein Kompromiss wäre hier beispielsweise einen medienfreien Tag pro Woche einzuplanen.

Was kannst du tun, um deinem Kind eine größtenteils bildschirmfreie Kindheit zu ermöglichen?

Du fragst dich wie du das Ganze nun angehen sollst? Keine Sorge, wir stehen dir mit Rat und Tat zur Seite. Zuerst solltest du beobachten, wie lange dein Kind aktuell insgesamt vor Bildschirmen sitzt und die Zeit eventuell durch feste Bildschirmzeiten reduzieren. Im Folgenden findest du eine grobe Richtlinie, welche Bildschirmzeit für welches Alter angemessen ist:

  • 0 bis 2 Jahre: Möglichst keine Bildschirmmedien, eher Bilderbücher und Hörspiele/Lieder
  • 2 bis 3 Jahre: 5 bis 10 Minuten begleitete Bildschirmzeit; nur altersgerechte, ausgewählte Angebote; Videochats mit Oma (gemeinsam mit den Eltern) über das Smartphone oder Tablet sind völlig in Ordnung und können natürlich auch mal länger dauern
  • 4 bis 6 Jahre: maximal 30 Minuten pro Tag; nicht unbedingt täglich; begleitete Bildschirmzeit und nur altersgerechte Inhalte je nach Interesse des Kindes
  • 7 bis 10 Jahre: Maximal 60 Minuten pro Tag freie Bildschirmzeit; nicht unbedingt täglich; Inhalte werden gemeinsam besprochen. Wichtig: Jugendschutz-Tools und -Einstellungen sollten zur Unterstützung eingesetzt werden, wenn das Kind mal ohne Begleitung online ist. Wird nicht mehr gemeinsam gesurft und ferngesehen, sollten Eltern und Kinder im Gespräch bleiben, was das Kind macht und wie die Inhalte gestaltet sind, die geschaut oder gespielt werden

Wie du siehst, solltest du auch ein Auge darauf haben, welche Inhalte dein Kind genau konsumiert. Prüfe dies also regelmäßig. Wie bereits erwähnt sollte danach die Freizeitgestaltung angegangen werden, um das Kind altersgerecht zu beschäftigen. Wie dies genau aussehen soll, kannst du am besten selbst entscheiden, denn es muss zu eurem Familienleben passen. Wir geben dir dazu Tipps und Ideen auf unserer Website. Schau gerne rein!

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